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Miklós Héhn

Anforderungen des IFRS-Abschlusses ab

Durch das Gesetz CLXXVIII vom Jahre 2015 wurden die Vorschriften des Gesetzes C vom Jahre 2000 erweitert (Im Weiteren: Rechnungslegungsgesetz oder RLG),sodass ab dem 1. Januar 2016 der Kreis der Unternehmen ausgeweitet wurde, die bei der Erstellung ihrer Jahresabschlüsse anstelle der heimischen Rechnungslegungsvorschriften in Zukunft die Internationalen Finanzberichtserstattungsnormen (IFRS) anwenden dürfen.

Das Rechnungslegungsgesetz nennt auch die Voraussetzungen, die ein Unternehmen erfüllen muss, wenn es die Umstellung durchführen möchte:

  • Es muss über einen Prüfbericht verfügen, der von einem Wirtschaftsprüfer erstellt wurde, der der Wirtschaftsprüferkammer angehört und über eine IFRS-Qualifizierung verfügt, und nachweist, dass das Unternehmen auf die Umstellung hinreichend vorbereitet ist.
  • Der Zeitpunkt der Umstellung ist der erste Tag des Jahresabschlusses nach den IFRS.
  • Das Unternehmen, dass auf die Anwendung der IFRS umstellt, meldet dies 90 Tage vor Umstellung der zuständigen Stelle des ungarischen Steuer- und Zollamtes NAV und dem Zentralen Statistischen Amt KSH, wobei es der Meldung den oben genannten Prüfbericht beilegt.
  • Unternehmen, die unter der Aufsicht der Ungarischen Nationalbank MNB stehen, sind verpflichtet, die Umstellung auch der MNB zu melden.

Das RLG verfügt, dass die Unternehmen, die die Umstellung zum 1. Januar 2016 vornehmen wollen, dies nicht 90 Tage vor dem Termin der Umstellung melden müssen, sondern die Benachrichtigung in diesem ersten Jahr noch bis zum 15. Januar 2016 einreichen können. Die Meldung kann derzeit auf dem Formular mit dem Zeichen 16T201T auf der Hauptseite unter dem Punkt Változásbejelentés [zu deutsch: Änderungsmeldung] (mit dem Code 2) angegeben werde, wobei auf der Seite B06 die Rubrik 22 auszufüllen ist, wo dann auch der Anfangstermin des nach den neuen Normen erstellten Jahresabschlusses genannt werden muss. Auch wenn dieses Formular elektronisch eingereicht wird, ist auf jeden Fall der oben erwähnte Prüfbericht beizufügen. Für Anfangstermine nach dem 1.
Januar 2016 gilt bereits die 90-Tage-Mindestfrist für die Meldung der Umstellung.

Das KSH und die MNB hat bisher noch kein Formular im Zusammenhang mit der Meldung herausgegeben, hier genügt ein formloses Schreiben, dem allerdings natürlich auch ein Exemplar des Prüfberichts beizufügen ist.

Die auf den Transferpreis gerichteten Kontrollen der Steuerbehörde sind in den letzten Jahren immer mehr exakter und aussagekräftiger geworden, die Unternehmen müssen also besonders darauf achten, ihrer Pflicht zur Korrektur der Steuerbemessungsgrundlage hinsichtlich der Transferpreise sowie ihrer Dokumentationspflicht präzis und fristgerecht nachzukommen.

    Der Newsletter enthält allgemeine Informationen, die der Orientierung dienen. Diese Inhalte dürfen daher nicht als fachliche Ratschläge oder umfassende Informationen angesehen werden, auf deren Grundlage Entscheidungen getroffen werden sollten. Vorliegende Informationen können – aufgrund ihrer Form – nicht auf sämtliche Einzelheiten eingehen, insbesondere nicht auf sämtliche Umstände eines jeweiligen Geschäfts. Obwohl wir bei der Erstellung des Newsletter um größte Sorgfalt bemüht sind, können wir wegen der auszugsartigen Darstellung und Auslegung der betreffenden Bestimmungen keine Verantwortung übernehmen!


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